Kochkurs
Beginn: 11.09.2019 19:00
Ort: Auberge Passepartout, Zeihen

Es war ein besonderer Anlass für den Frauenbund Zeihen am vergangenen Freitagabend: die 70. Generalversammlung und das erst noch am 8. März, dem Weltfrauentag. Der Verein wartet im Jubiläums-Jahr mit besonderen Highlights auf. Das erste war schon der Überraschungsgast im Anschluss an die GV, nämlich der Besuchvon «Frau Lebendig», die ihrem Namen alle Ehre machte.

Co-Präsidentin Jeannine Menet konnte 53 Aktivmitglieder sowie einige Freimitglieder und Gäste zur 70. Generalversammlung des Frauenbunds im Saal der Zeiher Unterkirche begrüssen. Aus dem Gründungsjahr ist nicht mehr sehr viel bekannt. Aber eine Liste aus dem Bistum Basel belege, dass der Vorläufer des Frauenbunds, der Mütterverein, vor genau 140 Jahren gegründet worden sei, so die Co-Präsidentin. Indirekt werde also sogar das 140-jährige Bestehen gefeiert. Die Frauen befänden sich heute schon beinahe in einer Luxussituation, wenn man bedenke, welche Kämpfe die Frauen damals noch auszutragen hatten, zum Beispiel in Zusammenhang mit dem Frauenstimmrecht. Nicht geändert hat sich, dass Frauen heute wie damals viel für die Gesellschaft leisten. Deshalb laute das Schwerpunktthema des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes für dieses Jahr «Care-Arbeit sichtbar machen», erklärte Jeannine Menet. Mit «Care» ist Betreuungs-, Pflege-, Beziehungs- und Hausarbeit gemeint, also Leistungen für die eigene Familie oder in Form von Nachbarschaftshilfe oder freiwilligen bzw. ehrenamtlichen Engagements. Die Zahlen sprechen für sich: 9 Milliarden Stunden unbezahlter Care- Arbeit werden jährlich in der Schweiz geleistet – zwei Drittel davon von Frauen. «Die Jubiläums-Generalversammlung soll deshalb im Zeichen der Wertschätzung stehen», so die Co-Präsidentin.

«Gemeinsam für starke Frauen»

Auch Gemeindeleiter Andreas Wieland, der bei der Jubiläums-GV zu Gast war, machte darauf aufmerksam, dass bei der diesjährigen ökumenischen Fastenopfer- Kampagne «Gemeinsam für starke Frauen – gemeinsam für eine gerechte Welt!» die Frau im Zentrum stehe. Gleichstellung sei leider auch heute noch nicht erreicht. «Frauen sind auf allen Entscheidungsebenen untervertreten. Dabei sind es die Frauen, die soziale Netzwerke aufbauen und tragen», betonte der Gemeindeleiter, der sich diesbezüglich mehr Wertschätzung wünscht. Gisela Zinn überbrachte die Glückwünsche des Aargauischen Katholischen Frauenbundes und lobte das grosse Engagement des sehr aktiven Zeiher Vereins.

Anita Herzog neu im Vorstand

Im geschäftlichen Teil der GV standen Wahlen an. Aktuarin Beatrice Banholzer verlässt den Vorstand nach sechs Jahren. Anita Herzog konnte neu für dieses Amt gewonnen werden. Das Co-Präsidium Jeannine Menet und Denise Wülser sowie die weiteren Vorstandsmitglieder Carolin Bussinger, Manuela Meier, Theres Pietsch, Heidi Schwab und Monika Zimmermeier wurden in ihren Ämtern mit grossem Applaus bestätigt. Das Amt der Leiterin Backwarenstand ging von Janine Schwarb an Laura Padberg über. Die Jahresberichte von Co-Präsidentin Jeannine Menet sowie diejenigen der Untergruppen (Elterngruppe, Besuchsdienst, Liturgiegruppe, Lesegruppe) zeugten von einer

grossen Vielfalt an Tätigkeiten des lebendigen Vereins. Im Jubiläumsjahr stehen wiederum viele Anlässe und Kurse auf dem Programm. Besonders hervorzuheben ist der Jubiläumsausflug am 6. April ins Kloster St. Anna nach Luzern und der Sternmarsch, der sternförmig aus den Nachbargemeinden nach Zeihen zu einer gemeinsamen Teilete führt.

Während im vergangenen Jahr mit Erlösen aus Backwarenstand und Kleidersammlung das Soku-Garten-Projekt in Frick gefördert wurde, wird im Jubiläumsjahr der ortsansässige Vogelpark Ambigua, welcher derzeit behindertengerecht ausgebaut wird, finanziell unterstützt.

Besuch von «Frau Lebendig»

Bereits die Tischdekoration lieferte einen Hinweis darauf, was die Mitglieder des Frauenbund Zeihen nach dem Dessert noch erwarten würde: Sets mit witzigen Zeichnungen und Gute-Laune- Sprüchen wie «Verbundenheit spüren», «Das Leben geniessen» oder «Momente teilen», passenden Servietten und einem Geschenk in Form von Taschentüchern, Lesezeichen und Teebeutel im selben Design. Alles stammt aus der Werkstatt von Doris Müller aus Auw alias «Frau Lebendig». Ihr origineller Auftritt in pinkfarbener Bluse, Jeanslatzhose und Blume im Haar war erfrischend und vermittelte den Frauen Impulse fürs tägliche Leben. «Frauen brauchen das Gefühl, gebraucht

zu werden», so Doris Müller. «Doch was ist, wenn nach dem vielen Geben plötzlich die Leere eintritt?» Mit bunten Hinweisen, die sie mit Wäscheklammern an einer Leine befestigte, vermittelte sie Tipps, wie die Batterien wieder aufgeladen werden können, beispielsweise mit Ausflügen in die Natur, Tanz und Bewegung, stillen Momenten, Kreativität und Ruhepausen. Frau dürfe sich ruhig die Fragen stellen: «Was tut mir gut?», «Was gibt mir Kraft und Lebensfreude?» und «Wo gebe ich zuviel?». Auch die Unterschiede zwischen Mann und Frau beleuchtete sie von einer erfrischend anderen Seite. Alles in allem ein Auftritt, der zum Nachdenken anregte und gleichzeitig Lebensfreude vermittelte.

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