Städtliführung Klingnau
Trotz des schlechten Wetters fuhren am letzten Freitag im August neun Frauen nach Klingnau. Wir wurden belohnt, denn wir brauchten weder Regenschirme noch Jacken. Unser Guide begrüsste uns im Schlosshof Klingnau und weihte uns mit unverblümten Erzählungen in die lange Geschichte der Errichtung des Städtchens und des Schlosses ein. Klingnau entstand durch einen Tauschvertrag - Landwirtschaftsgebiet in der Beznau gegen einen Landstrich an der Aare mit einem zwölf Meter hohen Schotterhügel. Auf diesem erbauten sie die Stadt und eine Burg, welche mit diversen Anbauten zum Schloss wurde. Viele Herrschaften regierten und bewohnten seit dem Gründungsdatum vom 26. Dezember 1239 das Städtchen. Beeindruckend zu sehen sind noch immer einige Zeitzeugen wie die zwei erhaltenen Brunnen. Die bestehenden inneren Oberstadt- und äusseren Unterstadt-Mauern säumen das Städtchen, welche innen die Schatten- und Sonnengasse bilden. Die Häuserzeilen der Schattengasse erhalten nur im Hochsommer an wenigen Tagen und Stunden etwas Sonne. Die imposanten hohen aneinandergereihten Häuser mit ihren Lastenaufzügen und den ursprünglichen Fensterformen beherbergen grosse Gewölbekeller, welche als Vorratsräume dienten. 1586 zerstörte ein Brand die gesamte Oberstadt. Wirtschaftlich prägend waren und sind noch immer die Bereiche Holz und Wein. Die Führung war eine Bereicherung und sehr weiterzuempfehlen. Bei einem feinen Nachtessen rundenten wir den gemütlichen Abend im Städtchen ab.